Der Name auf der kleinen Karte
Ein praktischer Lesbarkeitstest für Karte, Inventar und Questlog.
Arbeite mit dem echten Platz
Setze „Der Kompass der leeren Kais“ in die vorgesehene Inventarkarte. Prüfe lange Wörter, Zeilenumbrüche und die Darstellung bei vergrößerter Schrift. Ein hübsches Wort in einem Textdokument sagt wenig über diesen konkreten Platz aus.
Trenne Name und Zustand
„Fernbrief“ ist der Schiffsname. „Angedockt“ und „FB-04“ gehören in eigene Felder. Wenn Zustände in den Namen wandern, werden Listen schwer vergleichbar und die Lokalisierung wird unnötig aufwendig.
Plane eine brauchbare Kurzform
Auf der Karte kann „Leerer Kai“ zu allgemein sein. „Kaiskompass“ ist eine mögliche Arbeitsform, muss aber mit dem restlichen Text abgestimmt werden. Hinterlege die Beziehung zwischen Lang- und Kurzform ausdrücklich.
Teste mehrere Ansichten
Prüfe eine schmale Ansicht, eine lange Liste und eine vergrößerte Schriftstufe. Verlasse dich nicht allein auf Farbe, um Objekttypen auseinanderzuhalten. Eine eindeutige Bezeichnung und eine lesbare Zusatzzeile helfen auch ohne das Bild.
Drei Ansichten desselben Gegenstands
Der Kompass der leeren Kais erscheint in einer großen Objektbeschreibung, einer schmalen Inventarzeile und einer schnellen Auswahl. In der Beschreibung kann der vollständige Name stehen. Die Inventarzeile benötigt möglicherweise eine kürzere Form. Die schnelle Auswahl sollte zusätzlich einen eindeutigen Typ oder ein Symbol besitzen. Alle drei Ansichten müssen dieselbe Identität bewahren, obwohl sie unterschiedlich viel Text zeigen.
Erstelle diese Ansichten nebeneinander mit derselben tatsächlichen Schrift. Ein kurzer Entwurf kann bei größerer Schrift trotzdem umbrechen. Ein langer deutscher Wortbestandteil kann zudem anders wirken als mehrere kurze Wörter mit derselben Zeichenzahl. Eine Zeichenbegrenzung im Werkzeug ist deshalb eine nützliche Vorauswahl, aber keine vollständige Prüfung deiner realen Oberfläche.
Abkürzen braucht eine lesbare Regel
Eine technische Kürzung wie „KdlK“ spart Platz, erklärt aber die Zuordnung kaum. Eine Arbeitsform wie „Kaiskompass“ ist besser lesbar, kann jedoch die ursprüngliche Betonung verändern. Entscheide, ob das Projekt feste Kurzformen verwendet, ob bei Platzmangel umgebrochen wird oder ob eine zusätzliche Beschriftung erscheint. Die Lösung sollte an ähnlichen Objekten nach derselben Regel funktionieren.
Unterschiedliche Kurzformen für dasselbe Objekt sind besonders dann riskant, wenn zwischen Ansichten gewechselt wird. Lege daher Langform, Kurzform und technischen Schlüssel getrennt ab. Der Schlüssel darf maschinenfreundlich sein, ohne als sichtbarer Name zu dienen. Eine normalisierte Schreibweise aus dem Werkzeug ist eine Arbeitshilfe und kein Ersatz für eine verständliche Beschriftung.
Zustände und Varianten aus dem Namen herauslösen
Ein Objekt kann beschädigt, geliehen, verbessert oder gerade ausgewählt sein. Wenn alle Zustände Teil des Eigennamens werden, wächst die Beschriftung schnell und lässt sich schlecht vergleichen. Stelle solche Informationen lieber in klar benannten Feldern dar. So bleibt erkennbar, dass sich ein Zustand desselben Gegenstands geändert hat und nicht ein neues Objekt erschienen ist.
Dasselbe gilt für Modell und individuelle Kennung. Drei Schiffe derselben Baureihe brauchen eine gemeinsame Typinformation und eigene Rufnamen. Eine Liste kann nach Typ oder nach Name sortieren, wenn beide getrennt vorliegen. Eine einzige überladene Zeichenfolge macht solche Ansichten unnötig schwierig und erzeugt zusätzliche Arbeit bei der Lokalisierung.
Den kleinsten brauchbaren Test aufbauen
Nimm fünf echte Projektnamen mit unterschiedlichen Längen. Zeige sie als Liste, in einer Karte und in einer Detailansicht. Vergrößere die Schrift und verändere die Fensterbreite. Halte genau fest, welcher Name wo unlesbar oder mehrdeutig wird. Damit erhältst du konkrete Änderungsaufgaben statt einer allgemeinen Aussage über angeblich gute oder schlechte Lesbarkeit.
Vergleiche anschließend nur die betroffenen Varianten erneut. Wenn ein Name klar ist, die Schrift aber zu klein, wird ein anderer Name das Grundproblem nicht lösen. Umgekehrt kann eine perfekte Oberfläche zwei nahezu gleiche Namen nicht vollständig auseinanderhalten. Benennung und Darstellung müssen gemeinsam funktionieren; eine isolierte Zeichenanzahl entscheidet das nicht allein.
Werkstattprotokoll: eine wirklich kleine Auswahl
Erstelle eine einfache Liste mit sechs tatsächlichen Namen aus deinem Projekt. Darunter sollen eine lange Zusammensetzung, ein mehrteiliger Titel und eine technische Kennung vorkommen. Verwende dieselbe Schriftgröße wie später im Spiel. Zeige pro Zeile zusätzlich einen Zustand, beispielsweise bereit oder beschädigt. So prüfst du den Namen unter einer konkreten Informationslast und nicht auf einer unrealistisch leeren Fläche.
Markiere, was beim Umbruch zusammenbleiben muss. Ein Rufname und seine Serienkennung können getrennte Zeilen erhalten; ein Kürzel sollte nicht ohne Bezug zur vollständigen Form auftauchen. Wenn die Zeile zu lang wird, untersuche zunächst die Aufteilung der Felder. Das pauschale Entfernen aller Leerzeichen kann die technische Breite verändern, macht den Text aber häufig schlechter lesbar.
Schmale und breite Ansicht vergleichen
Verbreitere die gleiche Liste und prüfe danach erneut die kleinste Ansicht. Namen sollten ihre Bedeutung nicht dadurch verändern, dass an einer Stelle ein Zusatz verborgen wird. Falls eine wichtige Unterscheidung ausschließlich im abgeschnittenen Teil liegt, ist die Kurzform ungeeignet. Behalte den unterscheidenden Kern sichtbar und ergänze die gemeinsame Familie in einem eigenen Feld.
Eine dokumentierte Entscheidung könnte lauten: Die Liste zeigt individuelle Rufnamen; die Detailansicht nennt zusätzlich die Reihe. Notiere auch, wo ein vollständiger Name bei Bedarf erreichbar ist. Die Lösung hängt von deiner tatsächlichen Anwendung ab. Eine Zahl aus einem Namensgenerator kann anzeigen, welche Entwürfe eine Zeichenregel einhalten, aber nicht beweisen, dass die gesamte Liste für jede Person gut bedienbar ist.